Wie ist Ihre Gravitation im Internet?

Auch Facebook Freunde sind käuflich

Das Internet Marketing nimmt einen immer höheren Stellenwert ein, nicht nur für junge Facebook Fans, sondern auch für grauhaarige Politiker. In den USA ist man sich der Wirkung von Twitter, Facebook und Co. schon lange bewusst und scheut, wie kürzlich bekannt wurde, weder Kosten noch Mühe, um Politiker auch online nach vorne zu bringen.

Das zeigt sich in dem Vorwurf, dass Mitt Romney unter Verdacht steht, 140.000 Fans bei Facebook und Twitter Follower gekauft zu haben, die CDU allerdings, unter dem gleichen Verdacht, soll sich nur um 5.000 Fans bereichert haben. Ein italienischer Professor hat herausgefunden, dass die meisten großen Firmen eine Menge „Karteileichen“ als Fans haben.

Irgendwie erinnert das alles an die gute alte Schulzeit, als die Bäckerstochter sich mit Pfannkuchen Freundschaften erkaufen wollte. Vielleicht sollte man im Deutschunterricht noch einige Arbeitsblätter abseits von Grammatik und Rechtschreibung hinzufügen, Deutsch Arbeitsblätter auf meinunterricht.de könnten eine echte Marktlücke füllen und fit für die Internet-Zukunft machen.

Auf einem guten Arbeitsblatt könnte man zum Beispiel fragen, was es einer Käsesorte (so wird auch Hochland Freundeskauf vorgeworfen) bringt, wenn tausende von Asiaten Fan werden, die selbst aber komischerweise nichts anderes machen, als Fan zu sein.

Letztendlich also ist das Schummeln nicht nur relativ effektlos, es ist auch peinlich, wenn die Sache an das Licht kommt. Social Media dient dazu, Kunden an ein Produkt zu binden. Wenn also hinter einem Fan nur ein gekaufter Klick steckt, hilft das der Marke gar nicht. Und heutzutage lässt sich auch niemand davon beeindrucken, ob eine Firma ein paar Tausend Fans mehr oder weniger hat.

Und auch die Suchmaschinen rüsten nach. Damit nicht nur die Firmen gefunden werden, die am meisten Karteileichen produzieren bzw. kaufen, werden solche Seiten nach unten befördert, somit erreicht man das Gegenteil von dem, was ursprünglich geplant war. So erging es auch der Bäckerstochter. Sie verteilte die Backwaren, welche gerne verspeist wurden, und stand dann wieder alleine da. Online ist eben näher am Offline, als man denkt.

Autor: Antje Sachwitz

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