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Blogger Relations Ampel: Strategien beim Blog-Marketing

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Im Artikel „Blogger Relations Ampel: Gute Strategien, schlechte Strategien“ von Christian Mueller auf „karierebibel.de“ wird das Problem aufgezeigt, wie Blogger leider von einigen Unternehmen als „etwas naive Spezies“ angesehen werden. Dies entspricht natürlich keineswegs der Realität, denn Reputation und Vertrauen der Leser sind das wichtigste Kapital eines Bloggers. Diesen Umstand sollten sich Unternehmen vor Augen führen wenn sie sich mit Kooperationsanfragen an Blogger wenden.

So stellt das Karrierebibel-Team fest:

Doch in der Praxis ist die Mehrheit der Anfragen alles andere als professionell und lässt wenig Verständnis und Engagement für Blogger Relations erkennen. Für die vertretenen Unternehmen ist das nicht nur schade, sondern tatsächlich gefährlich. Wir haben es bereits mehrfach geschrieben: Blogger sind weder dumm noch naiv und die meisten sind nicht bereit, ihre Leser für einige wenige Euro anzulügen oder deren Vertrauen zu missbrauchen. Das mag idealistisch klingen, ist für Blogger jedoch eine ganz grundlegende Frage.

Viele Blogs werden schnell als günstige Werbefläche abgestempelt. In diesem Zusammenhang haben vor allem Agenturen, die von Unternehmen für die Beauftragung eines Bloggers bezahlt werden, einen sehr großen Nachholbedarf. Zwar gibt es hier auch Ausnahmen, doch die meisten Agenturen bauen zu Bloggern keinen ordentlichen Kontakt auf.

Um den Kontakt mit einem Blogger möglichst gut aufzubauen, ist die von Karrierebibel aufgezeigte „Blogger Relations Ampel“ eine wertvolle Hilfe. Sie zeigt gute, mittelmäßige und auch schlechte Strategien für die Kontaktaufnahme zu Bloggern. Allen Strategien gemeinsam ist, dass sie Zeit benötigen, sich nur mit Engagement umsetzen lassen und auf langfristige Erfolge ausgerichtet sind.

Die Blogger Relations Ampel

Gute, mittelmäßige und schlechte Strategien um Blogger auf Kooperationen anzusprechen:

Grüne Strategien

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Zu den wirklich guten Strategien, mit einem Blogger einen guten Kontakt und somit auch eine gute Beziehung aufzubauen, gehört vor allem eine schrittweise Kontaktanbahnung. Hier wird die konkrete Kooperationsanfrage möglichst erst versandt, wenn sich das Unternehmen oder die Agentur umfassend über den Blogger selbst und seinen Blog informiert hat. Hier gehört z. B. auch, dass man sich regelmäßig im Blog beteiligt und diesen auch liest – bereits so kann eine erste Beziehung aufgebaut und später der E-Mail-Kontakt ausgeweitet werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist immer die persönliche Ansprache. Massen-E-Mails, die einfach nur angepasst werden, werden das Interesse eines Bloggers eher nicht wecken. In diesem Zusammenhang ist auch das passende Thema ein wichtiger Punkt. Denn nur, wenn das Thema auch zum Blogger und dessen Themen passt oder bereits ähnliche Themen im Blog erschienen sind, kann eine Kooperation möglich werden. Bei der Kontaktaufnahme ist es weiterhin von Bedeutung, im Voraus schon zu wissen, warum genau dieser Blogger gewählt wird und was sich das Unternehmen von der Kooperation erhofft. Ganz wichtig sind dabei auch immer klare Rahmenbedingungen (z. B. Behandlung des Bloggers als Partner, um die Qualität der Kooperation zu stärken).

Gelbe Strategien

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Die „gelben“ Strategien sind eher mittelmäßig und sollten nur mit Bedacht gewählt werden. So eignen sich zum Beispiel parallele Anfragen bei mehreren Bloggern nur dann, wenn sie individuell gehaltet und auf den jeweiligen Blog abgestimmt sind. Auch die Ansprache per „Du“ ist im Zweifel zu vermeiden – sie ist zwar durchaus legitim, kann aber auch verprellen. Hier kommt es vor allem auf das Thema an und auch die Vorlieben des Bloggers an. Für Unternehmen und Agenturen sind auf vielen Blogs mittlerweile Regel oder auch Hinweise für die Kontaktaufnahme enthalten, die nicht ignoriert werden sollten. Eine ebenfalls eher mittelmäßige Strategie ist die ungefragte Zusendung von Produkten zum Test. Wenn es zu einer Produktzusendung kommt, dann sollte immer ein persönlich gestaltetes Schreiben beiliegen. Auch so genannte „Sponsored Posts“ sind nicht immer eine gute Strategie zur Kontaktaufnahme, können aber durchaus eine Einstiegsmöglichkeit zum Aufbau einer Beziehung sein, wenn Blogger das entsprechende Unternehmen dadurch als fairen und auch kompetenten Partner kennen lernen.

Rote Strategien

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Die „roten“ Strategien sind auch die No Go’s, wenn es um die Kontaktaufnahme mit einem Blogger geht. Unklare Gründe für eine Kontaktaufnahme (z. B. keine Information, warum der Blog interessant ist), Aufforderungen zu Täuschungen, falsche Ziele (z. B. kurzfristig ausgelegte Maßstäbe zur Erfolgskontrolle) sowie fehlende Ausdauer (z. B. keine oder spätere Beantwortung von Fragen des Bloggers) sind eher schlechte Strategien der Kontaktaufnahme zu einem Blogger und sollten deshalb nicht angewandt werden.

Ungeachtet aller Strategien sollten Unternehmen und Agenturen immer bedenken, dass es sich bei Bloggern um Menschen handelt, die mit Leidenschaft sowie hoher Kompetenz und Erfahrung an ihrem Blog arbeiten. Deshalb gehören vor allem Ehrlichkeit, klare Aussagen und Wertschätzung zu den wichtigsten Punkten bei einer Zusammenarbeit. Blogger sollten als Kooperations- und Ansprechpartner immer ernst genommen werden, denn sie wissen genau, dass es sich bei der Zusammenarbeit um Business handelt.

Auch für die Frage, wie man schnell Resultate und hohe Aufmerksamkeit in kürzester Zeit in der Blogosphäre erreichen kann, ohne dem Blogger auf den Schlips zu treten, hat Karrierebibel eine Antwort parat:

Soll die Zusammenarbeit mit Bloggern schnell Resultate und hohe Aufmerksamkeit in kürzester Zeit liefern, ist das für Unternehmen definitiv möglich. In diesem Fall sollten schlicht Werbebanner oder klassische Sponsored Posts auf den Blogs platziert werden. Gegen diesen Ansatz ist absolut nichts einzuwenden, er hat nur mit einem nachhaltigen Beziehungsaufbau – um den es bei Blogger Relations geht – nicht viel zu tun.

Betreiben Sie einen Blog? Oder haben Sie schon Blogger bzgl. Partnerschaft angeschrieben? Welche Erfahrungen haben Sie im Bereich Blogger-Relations gemacht?

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