Bisher bot Google+ den externen Entwicklern oder eigenen Usern keine konkrete Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung, so genannte APIs, an. Doch nun soll und wird sich das anscheinend ändern, wie der leitende Ingenieur von Google+, David Glazer, verlauten ließ. Schon sehr früh hatte sich Google entschlossen, drei Stufen anzubieten. Erstens geht es darum, großartige User-Erfahrungen hervorzurufen. Zweitens sollen Nutzer die Beziehungen und Identitäten auch für andere Google-Produkte aktivieren können. Drittens soll die Möglichkeit bestehen, entsprechende APIs hinzuzufügen.

Zurzeit ist es noch so, dass der Benutzer eine Einladung benötigt, um die APIs nutzen zu können. Das ist nicht genug für Webseitenbetreiber, die ihren Besuchern vielfältige Erfahrungen bieten wollen, damit diese durch Benutzung der +Taste mit unzähligen weiteren Personen geteilt werden kann. Google hat mit einigen Spielen verschiedene Erfahrungen gemacht. Getestet werden die so genannten Hangout APIs, die zurzeit noch nicht öffentlich nutzbar, aber vielversprechend sind. Aktuell ist Google noch nicht in der Lage, einen Termin zur Veröffentlichung dieser APIs zu geben. Diese Zurückhaltung ist absichtlich von Google gewollt, um den Entwicklern genügend Zeit zu geben. Schon bevor Google die ersten Spiele veröffentlichte, war die Netzgemeinde in Gegner und Befürworter geteilt.

Google entschloss sich einen neuen Weg zu beschreiten und erlaubte denen, die sich für die Spiele interessierten, auf einfache Weise zu interagieren, ohne die Anwender zu stören, die lieber etwas anderes machen wollten. Ebenfalls interessant ist, dass Google+ eine asymmetrische, anhänger- und freundeskreisbasierte soziale Kurve benutzt. Google versucht aber die Entscheidung den Nutzern zu überlassen. Jedes Mal wenn ein Nutzer die +Taste benutzt, wählt er auch ein Publikum. Wichtig für Google ist, dass auch weiterhin beide Meinungen respektiert werden, jene die sich nicht für Spiele interessieren, und die anderen, die gerne spielen möchten. Daran wird Google auch weiterhin arbeiten.

Google+ ist nicht als reine Werbeplattform gedacht. Es geht darum, dass Nutzer Inhalte, die sie interessant finden, mit der Netzgemeinde, und damit mit anderen Benutzern, zu teilen. In dem Sinne geht es weniger um Werbung für ein Produkt oder ähnliches, sondern darum, den Nutzern von Google zu helfen, sich mit anderen Anwendern zu vernetzen. Google möchte überall dort Google+ anbieten, wo es für Nutzer vorteilhaft ist und wo sie Angebote finden können, die von Bedeutung sein könnten.

Ein anderes interessantes Einsatzgebiet für Google+ ist der schnell wachsende mobile Android Markt. Google investiert schon seit einiger Zeit viel in mobile Geräte und erwartet die Annahme verschiedener neuer Produkte. Es werden spezielle APIs nur für mobile Geräte und Tablets entwickelt. Googles Ziel jedoch bleibt es, alle APIs allen Geräten, ganz gleich ob Mobiltelefon, Desktop Computer oder neu entwickelter Software, zugänglich zu machen. Wenn ein Nutzer durch Google+ auf ein Spiel aufmerksam wurde, kann er jederzeit über den Chrome Web Shop darauf zugreifen.

Die Entwickler, die ihre Apps bewerben wollen, können Geld, das sie mit Werbung auf Google erzielen, gut einsetzen. Google ist ständig auf der Suche nach neuen Formaten, aber es gibt viele Möglichkeiten. Weniger wichtig ist für Google im Moment die Frage, ob Apps auch auf Markenseiten eingesetzt werden sollen. Wichtig hingegen erscheint, dass Apps die Nutzer interessieren und zum Mitmachen anregen. Das müssen nicht immer nur Spiele sein. Die Google Plattform unterscheidet nicht grundsätzlich zwischen Spielen und anderen Anwendungen. Google folgt den Interessen seiner Benutzer. Die in der Entwicklung befindlichen Hangouts API wird es den Nutzern erlauben, völlig neue Kategorien von Anwendungen zu entwickeln. Auch wird durch diese Hangouts die Nutzung von Videos möglich sein. Etwas, was es bisher nicht gab. Es war schwierig für Entwickler und Nutzer gleichermaßen, aber die Hangouts machen dies möglich. Die Hauptsache ist, etwas ins Leben zu rufen, was Menschen zusammen benutzen können.

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