Conversion Rate Optimierung: Der Schlüssel zu mehr Erfolg einer Webseite

Bei diesem Wert handelt es sich um eine Messgröße, die anzeigt, inwieweit die Besucher einer Webseite zu einer gewissen Handlung animiert werden können. Diese gewünschte Aktion differiert je nach Art der Internetpräsenz.

Bei einem Online-Shop liegt die eigentliche Zielsetzung bei einer getätigten Bestellung. Wer ein Shop-Portal besucht, sollte nach Möglichkeit einen Auftrag erteilen. Andere Webseiten beabsichtigen dagegen in erster Linie das Anmelden eines Newsletters. Webseitenbetreiber, die ihre Einnahmen über Affiliate erwirtschaften, möchten ihre Besucher zum Anklicken der gezeigten Werbung bringen. Wenn die Provisionszahlung über Pay per Sale läuft, sollten die Besucher natürlich im Idealfall auch noch eine Bestellung auf der Werbepartnerseite abschließen.

Die Kennzahl für die Conversion Rate lässt sich mit nachstehender Formel errechnen

Die Anzahl der erfolgreich getätigten Aktionen (z.B. Käufe, Downloads, etc.) geteilt durch die Gesamtbesucherzahl multipliziert mit 100 ergibt die Conversion Rate.

Vereinfacht: Erfolgreiche Aktionen : Besucherzahl * 100 = Conversion Rate

Der errechnete Wert ist jedoch eine relative Größe, die sich nicht einfach so mit anderen Seiten vergleichen lässt. Für die eigene Seite stellt die Conversion Rate allerdings eine gute Gegenüberstellung dar, ob eine durchgeführte Optimierung auch wirklich erfolgreich war.

Anregungen zur Verbesserung der Conversion Rate

  1. Entspricht die Headline nicht den Vorstellungen des Besuchers, erfolgt das Schließen der Webseite in der Regel innerhalb von Sekunden.
  2. Der Content ist für Webseiten der wichtigste Faktor, um Besucher zu einer Handlung zu motivieren. Texte ohne Aussagekraft werden in der Regel gar nicht gelesen. Die Darstellung spielt dabei ebenfalls eine entscheidende Rolle. Es darf auch auf keinen Fall die Aufforderung zu einer Aktion fehlen, schließlich will ein Leser in gewisser Weise zu einer Handlung hingewiesen werden. Dabei leistet ein „Call to Action Button“ hilfreiche Dienste, der exakt definiert, was nach dem Anklicken geschieht. Je nach Art der Webseite bietet der Button das Bestellen oder das Abonnieren an.
  3. Mit ansprechenden Bildern lässt sich Aufmerksamkeit erreichen. Das gezeigte Foto muss natürlich zum Text passen, damit der Leser Vertrauen in die jeweilige Webseite aufbauen kann und sich die Themenrelevanz widerspiegelt.
  4. Es hat sich gezeigt, dass Navigationsleisten auf Bestellseiten eher störend wirken. Der Besucher wird damit eventuell von einer beabsichtigten Aktion abgelenkt. Deshalb kann es förderlich sein, wenn die Navigation auf einer Bestellseite fehlt.

Dies können natürlich nur erste Anregungen sein. Wie so häufig muss einfach nur der gesunde Menschenverstand eingesetzt werden und ebenso können Eye-Tracking-Tools oder sonstige Webseiten-Analyse-Tools Hinweise liefern. Inwieweit die verschiedenen Optimierungsmaßnahmen letztendlich wirklich die Conversion Rate erhöhen, müssen Praxistests zeigen. Die eigenen Erfahrungswerte sollten stets mit einfließen. Eine allgemein gültige Empfehlung existiert leider nicht. Nach einer Optimierung sollte in jeden Fall erst einmal eine längere Testphase erfolgen, bis erneut umgestellt wird.

Was sind eure Erfahrungen zur Conversion Rate Optimierung?

Edit: Danke an Toninsel.de für den weiterführenden Kommentar zu der Infografik “The Anatomy Of A Perfect Landing Page” von kissmetrics.com

5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Man kann nicht genug auf Punkt 1 und 2 hinweisen. Denn es wird immer wieder versucht SEO sehr breit einzusetzen. Dann hat man zwar viele Besucher, doch relevant sind diese nur sehr selten. Auch die Landing Page sollte hinsichtliche Aufbau gut optimiert sein. Hier ein prima Beispiel:

    http://blog.kissmetrics.com/landing-page-design-infographic/

    Schöner Blog. Weiter so.

  • Vielen Dank für den interessanten, weiterführenden Link. Habe die Infografik gleich noch integriert! 😉

  • Adwords-Agentur
    3. April 2013 9:31

    Um die Adwords Conversion Rate erhöhen zu können, muss man sich zunächst einmal klar machen, dass es dafür zwei Baustellen gibt: Die Adwords Kampagne selbst und die Website, besonders die Landingpage und der Bestellprozess.

  • Da nennt Tonisel einen wichtigen Punkt, der Traffic muss auch zur Webseite passen, sonst bleibt die Conversion Rate bei sehr kleinen Werten.

  • Hallo,

    der Beitrag hat mir zu denken gegeben. Besonders die Infografik. Vermutlich sollte ich über den Internetauftritt des Spandauer Judo-Club noch einmal nachdenken.

    Die Gestaltung mit Bildern habe ich bis jetzt toal vernachlässigt. Doch welche Bilder motivieren einen Menschen sich bei einem Sportverein anzumelden.

    Vermutlich ist das Ziel unserer Webseite, dass Sportler an unserem Probetraining teilnehmen. Vielleicht muss dieser Link dann doch noch prominenter in Scene gesetzt werden.

    Bye

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