Akismet – tolles Werkzeug mit unangenehmen Nebenwirkungen?

Neueste Entwicklungen wie im Handumdrehen installierte WordPress Plugins, Facebook Widgets oder kostenlose Webanalyse-Tools wie Google Analytics können auch unangenehme Nebenwirkungen haben. Wer in seinen Datenschutzbestimmungen im Impressum nicht auf die Verwendung bestimmter Dienste hinweist, setzt sich häufig unbewusst einer latenten Abmahngefahr aus.

So wird beispielsweise häufig in WordPress-Blogs zur Vermeidung von Spam-Kommentaren, welches ein großes Problem darstellt, Akismet eingesetzt. Dies ist jedoch aktuell stark in der Diskussion, inwiefern dies in Deutschland und anderen Ländern rechtlich einwandfrei ist bzw. sogar zu Abmahnungen führen kann.

So fragt sich auch das deutsche WordPress Blog: Verwendung von Akismet in Deutschland rechtlich fragwürdig – Konsequenzen?

Akismet ist standardmäßig in WordPress und auch in unserer DE-Edition enthalten, als Plugin um SPAM zu bekämpfen. Dies tut es nach der Aktiverung recht erfolgreich, allerdings sieht es wohl so aus, dass die Verwendung von Akismet in Deutschland (und möglicherweise auch anderen europäischen Ländern) rechtlich sehr heikel ist – insbesondere dann, wenn man keine Datenschutzerklärung hat, in welcher man deutlich auf den Einsatz und die Wirkung von Akismet hinweist.

Akismet erhebt nämlich eine Menge Daten (IP, Kommentarname, Kommentarmailadresse, Kommentar, Browser und viele weitere) und sendet diese an Server in den USA. Tools wie Google Analytics tun das gleiche und stehen deshalb unter starkem Beschuss von Datenschützern, da sie angeblich gegen die Datenschutzgesetze verstoßen.

Bei meinen Blogs habe ich nun heute die Konsequenz gezogen und habe Akismet gegen Antispam Bee von Sergej Müller eingetauscht. Das Plugin scheint eine sehr ausgereifte Techniken zu haben und analysiert Kommentare samt Pings. Auch aus Datenschutzgründen ist der Einsatz der Lösung unbedenklich, da anonym und registrierungsfrei.

Und wie war das nochmals gleich mit den Datenschutz-Hinweisen bei Facebook Plugins oder bei der Verwendung von Google Analytics?

Ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand der Bestimmungen auf den jeweiligen Seiten von Facebook und Google.

Datenschutzhinweis bei Verwendung Google Analytics:
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

Datenschutzhinweis bei Verwendung von Facebook Plugins:
Verwendung von Facebook-Plugins
Auf diesen Internetseiten werden Plugins des sozialen Netzwerkes facebook.com verwendet, das von der Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA betrieben wird (“Facebook”). Wenn Sie mit einen solchen Plugin versehene Internetseiten unserer Internetpräsenz aufrufen, wird eine Verbindung zu den Facebook-Servern hergestellt und dabei das Plugin durch Mitteilung an Ihren Browser auf der Internetseite dargestellt. Hierdurch wird an den Facebook-Server übermittelt, welche unserer Internetseiten Sie besucht haben. Sind Sie dabei als Mitglied bei Facebook eingeloggt, ordnet Facebook diese Information Ihrem persönlichen Facebook-Benutzerkonto zu. Bei der Nutzung der Plugin-Funktionen (z.B. Anklicken des „Gefällt mir“-Buttons, Abgabe eines Kommentars) werden auch diese Informationen Ihrem Facebook-Konto zugeordnet, was Sie nur durch Ausloggen vor Nutzung des Plugins verhindern können. Nähere Informationen zur Erhebung und Nutzung der Daten durch Facebook, über Ihre diesbezüglichen Rechte Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre finden Sie in den Datenschutzhinweisen von Facebook.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information, nicht der Beratung bei individuellen rechtlichen Anliegen. Diese Themen sind ständigen Veränderungen unterworfen. Wenden Sie sich wegen rechtlicher Anliegen an einen Anwalt oder an eine Beratungsstelle.

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ergänzung zu Google Analytics: Im Moment tobt ja die Diskussion um das Thema “Anonymize IP” bei Google-Analytics – weiterführender Link z.B. hier:

    http://kress.it/2010/07/google-analytics-anonymizeip-ip-adressen-kurzen-richtiger-code/

    Für ein ganz aktuelles Projekt hat uns ein Internet-Anwalt folgenden Textvorschlag gemacht, der zusätzlich beim Google-Hinweis genannt werden sollte:

    “Angesichts der Diskussion um den Einsatz von Analysetools mit vollständigen IP-Adressen möchten wir darauf hinweisen, dass diese Website Google Analytics mit der Erweiterung „_anonymizeIp()“ verwendet und daher IP-Adressen nur gekürzt weiterverarbeitet werden, um eine direkte Personenbeziehbarkeit auszuschließen.“

    Natürlich sollte dann der Google-Code auch auf der Site entsprechend um die anonymize-Codezeilen ergänzt werden.

    Viele Grüße vom Team von http://www.geyer-marketing.de

  • Hallo Uli, ja vielen Dank für den Hinweis. Bin mal gespannt wann die erste Abmahnung zu diesem Thema erfolgt. Ich persönlich denke, dass es teilweise auch zu weit geht mit dem Datenschutz, speziell auch bei dieser IP Anonymisierungs-Sache. Wir werden sehen 😉 Liebe Grüße, Steffen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü