Mehrsprachiges SEO mit WPML – 8 nützliche Tipps und Aufgaben

Vielen Dank an Agnes für den interessanten englischsprachigen Beitrag “Multilingual SEO – 8 hints and tasks for you“, den wir mit freundlicher Genehmigung des Teams von WPML für die deutschsprachige Community übersetzt haben.

In diesem Artikel zeigen wir dir praktische Anwendungen und Maßnahmen, die du sofort auf deine mehrsprachigen Webseiten anwenden kannst, um sie besser für Suchmaschinen wie Google zu optimieren. Wir haben 8 Infografiken vorbereitet, jeweils gefolgt von einer kleinen Übung. Probiere die Übungen aus. Und wenn du schon deine Finger an der Tastatur hast, verbessere gleich deine Webseiten-Platzierungen.

Ausführlichere Details findest du auch auf Seite Mehrsprachiges SEO.

Tipp 1: Sieh deine Webseite mit den Augen von Google

Google sieht deine Webseite anders als du oder deine Besucher vor dem Browser. Die Crawler oder Spiders von Google kümmern sich nicht um cooles Design, Schriften, Farben, Animationen und Bilder. Gut strukturierter Inhalt ist das Einzige, was für den Crawler zählt, denn das ist das einzige was sie sehen.

Warm-up Aufgabe:
Verwende das Web-Entwickler Add-on für Chrome (oder sein Firefox Pedant), um die CSS-Styles und Bilder zu deaktivieren und stattdessen nur die ALT-Attribute anzuzeigen. Das folgende Bild kann dir dabei helfen. Bist du immer noch zufrieden mit dem, was du siehst?

Tipp 1: Sieh deine Webseite mit den Augen von Google

Tipp 2: Prüfe die Struktur deiner Überschriften

Die Struktur der Überschriften auf deinen Webseiten ist ein sehr wichtigerer Aspekt der Onpage SEO (Quelle: The heading structure for your blog von yoast.com)

Aufgabe zu den Überschriften:
Installiere das HeadingsMap Add-on für Chrome, wähle eine Seite aus und überprüfe ihre Seitenüberschriften-Hierarchie. Überprüfe auch die übersetzten Seiten.

Tipp 2: Prüfe die Struktur deiner Überschriften

Tipp 3: Stelle sicher, dass die Seitensprache für Suchmaschinen ersichtlich ist

Google bestimmt im Zweifel die Hauptsprache jeder deiner Seiten selbst. Sprachinformationen auf Code-Level wie z.B. Lang-Attribute, werden von Google im Zweifel ignoriert. Allerdings kannst du Google dabei helfen, die Sprache korrekt zu bestimmen, indem du nur eine Sprache pro Seite verwendest und Mehrsprachigkeit auf einer Seite, wie z.B. Über uns / About us / À propos de nous, vermeidest.

Aufgabe für Übersetzungen:
Überprüfe deine Website und stelle sicher, dass du keine Mehrsprachigkeit auf der gleichen Seite hast.

Tipp 3: Stelle sicher, dass die Seitensprache für Suchmaschinen ersichtlich ist

Tipp 4: Vergewissere dich, dass jede Sprachversion auch zu finden ist

Vermeide die automatische Umleitung auf Basis der Sprache des Webseitenbesuchers. Diese Umleitungen können dazu führen, dass Besucher wie auch Suchmaschinen nicht alle Sprachversionen deiner Website sehen. Verwende stattdessen einen Sprachumschalter. Stelle sicher, dass er dem Besucher ins Auge fällt und gut positioniert ist.

Aufgabe für Sprachversion:
Wenn du die Option “Umleitung anhand der Browser Sprache” verwendest, überprüfe, ob Google bereits deine Webseite kennt, indem du eine Suche mit dem Parameter “site:” durchführst. Gebe hierzu in das Suchfeld bei Google z.B. “site:wpml.org” ein. Vergewissere dich, dass Links zu allen Sprachversionen angezeigt werden.

Du kannst auch einen Freund oder Bekannten fragen dir dabei zu helfen, den Sprachumschalter auf deiner Webseite zu finden. Wenn man mehr als ein paar Sekunden dafür benötigt, kannst du über die Position des Sprachumschalters nochmals nachdenken und evtl. besser positionieren.

Tipp 4: Vergewissere dich, dass jede Sprachversion auch zu finden ist

Tipp 5: Alt-Attribute und Bildunterschriften bei Bildern (auch für Übersetzungen)

Genaue Informationen in deinen Alt-Attributen können deine Bilder im Internet sichtbarer machen (auch wenn diese für den Besucher normalerweise nicht sichtbar sind).

Die Bildunterschrift ist der Text, der direkt unter den Bildern erscheint und für die Besucher auch sichtbar ist. Bildunterschriften werden häufiger gelesen als eine Bildbeschreibung im Fließtext. Während die Menschen heutzutage dazu neigen, einen Artikel nur noch auf wichtige Inhalte zu scannen, bleiben viele bei Bildern hängen und lesen den dazugehörigen Untertitel. Mit übersetzte (und gut formulierten) Bildunterschriften kannst du deine Leser besser ansprechen.

Aufgabe für Bildbeschriftungen:
Wähle eine Seite, die Bilder enthält. Bitte einen Freund, den Artikel schnell durchzulesen. Beobachte wie dein Artikel gelesen wird. Wo wird pausiert? Bei welchen Bildern stoppt man? Notiere dieses Verhalten und füge bei wichtigen Bildern eine Bildunterschrift hinzu.

Überprüfe, ob deine Bilder ein Alt-Attribut haben. Das Web Developer Add-On (siehe Tipp 1) kann dir dabei helfen. Überprüfe, ob alle Alt-Attribute übersetzt wurden.

Tipp 5: Alt-Attribute und Bildunterschriften bei Bildern (auch für Übersetzungen)<

Tipp 6: Die richtige Anwendung von hreflang für Sprachen und regionale URLs

Die Hreflang-Attribute geben Google Auskunft über die verfügbaren Übersetzungen. Google verwendet die hreflang-Attribute, um die richtige Sprache oder regionale URLs in den Suchergebnissen zu zeigen.

Wenn sie richtig verwendet werden, können hreflang-Attribute die Suchmaschinenpositionierung drastisch verbessern. Wenn du WPML verwendest, um mehrsprachige WordPress-Webseiten zu erstellen, werden die hreflang-Attribute erstellt und automatisch im Quellcode der Seite hinzugefügt.

Aufgabe für hreflang
Verwende die Google Search Console, um zu überprüfen, ob du keine Hreflang-Tagsmit Fehlern eingebaut hast.

Tipp 6: Die richtige Anwendung von hreflang für Sprachen und regionale URLs

Tipp 7: Für multiregionale Webseiten kannst du duplizierte Inhalte verwenden, wenn es Sinn macht!

Webseiten, die Inhalte für verschiedene Regionen bereitstellen, weisen manchmal denselben Inhalt bei verschiedenen URLs auf:

  1. yourdomain.com/fr/nous-contacter (französischer Inhalt, unabhängig von der Region)
  2. yourdomain.com/fr-ca/nous-contacter (französisch für Kanada)

Aufgabe für den Inhalt
Wenn dein Seiteninhalt für beide URLs gleich sein soll, kannst du die Inhaltsduplikation von WPML verwenden.

Viele WPML-Anwender zögern jedoch, die Inhaltsduplikation zu verwenden, aus Angst von Google bestraft zu werden. Es handelt sich hierbei jedoch um eine von Google anerkannte Methode:

Auf Websites, die Inhalte für unterschiedliche Regionen und in verschiedenen Sprachen bereitstellen, werden manchmal Inhalte angezeigt, die zwar gleich oder ähnlich, jedoch unter unterschiedlichen URLs verfügbar sind. Dies stellt kein Problem dar, solange die Inhalte sich an unterschiedliche Nutzer in verschiedenen Ländern richten. Wir empfehlen zwar dringend, für jede Nutzergruppe individuelle Inhalte anzubieten, sind uns jedoch darüber im Klaren, dass dies nicht immer möglich ist. Es ist im Allgemeinen nicht nötig, duplizierte Inhalte zu “verstecken”, indem Sie das Crawlen von Seiten mithilfe einer robots.txt-Datei oder eines “noindex”-Robots-Meta-Tags verhindern.

Wichtig ist allerdings, dass du Duplikate wirklich nur dann verwendest, wenn es nicht sinnvoll wäre neuen Content zu erstellen.

Tipp 7: Für multiregionale Webseiten kannst du duplizierte Inhalte verwenden, wenn es Sinn macht!

Tipp 8: Breadcrumbs (Brotkrümel-Navigation) zu Seiten hinzufügen

Breadcrumbs sind eine große Hilfestellung für deine Besucher und Google zu verstehen, auf welcher Seite sie sich befinden und wie die Navigation deiner Webseite aufgebaut ist.

Aufgabe für Breadcrumbs
Füge Breadcrumbs zu deiner WordPress Website hinzu. Der einfachste Weg dies deiner Webseite hinzuzufügen, ist die Breadcrumb-Funktion des Yoast SEO-Plugins zu verwenden. Sobald die Breadcrumb unter den erweiterten Einstellungen bei Yoast SEO aktiviert ist, werden die Seitentitel automatisch in der entsprechenden Sprache angezeigt. Lediglich für die Startseite muss der Seitentitel in der String-Übersetzung von WPML übersetzt werden.

Erfahre mehr dazu, wie man das Yoast SEO Plugin mit WPML benutzen kann.

Tipp 8: Breadcrumbs (Brotkrümel-Navigation) zu Seiten hinzufügen

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